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Ballsportarten

Squash

Wie schon viele andere Sportarten zuvor, wurde auch Squash in England erfunden. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts an, trat das Sportspiel seinen Zug um die Welt an, zunächst nur durch das Commonwealth, aber ab den 30er Jahren des nachfolgenden Jahrhunderts auch in die anderen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland. Seit den 70er Jahren erfreut sich Squash in Deutschland immer größerer Beliebtheit und auch in der übrigen Welt wächst der Anteil der Spieler jährlich kontinuierlich.

Squash zählt zu den Rückschlag-Sportarten – Ballsportarten, die von zwei gegnerischen Parteien gespielt werden und in denen Fehler beim Zuspiel der einen Partei immer als Punktgewinn der zweiten Partei zugeschrieben werden. Es wird ausschließlich in der Halle, in der Regel von zwei, äußerst selten von vier Spielern gespielt. Beide Gegner befinden sich auf demselben Spielfeld und nutzen die Wände und den Boden dessen zum Spiel.

Der Spielfeldboden selber hat eine Größe von 62,4 m². Die Wände sind mit roten Markierungen versehen, die die Begrenzung des Spielfeldes darstellen. Oftmals findet man zudem eine blecherne Begrenzung an der Stirnwand – der den Spielern gegenüberliegenden Seite – in einer Höhe von 0,43 Metern über dem Boden, die als Begrenzungslinie nach unten gilt. Trifft der Ball diese oder gelangt darunter, ist er im Aus. Die Wände können alle aus Glas sein – besonders bei größeren Turnieren – in der Regel ist dies jedoch nur bei der Rückwand der Fall. Der Boden besteht aus Parkett und ist weitestgehend rutschfest.

Der Squashball ist etwa vier Zentimeter im Durchmesser groß und wiegt zwischen 23 und 25 Gramm. Um ihn ordentlich spielen zu können, muss man ihn zunächst warm spielen. Die Bälle sind in der Regel schwarz und eine Markierung auf ihnen definiert ihre Spielgeschwindigkeit. Die Schläger sind speziell geformt und liegen gewichtstechnisch zwischen einem Badminton- und einem Tennisschläger. Bisher ist Squash noch keine olympische Sportart, doch die Hoffnungen liegen in der Olympiade 2016, zu der es wieder eine Entscheidung zum Austausch bestehender olympischer mit neuen Sportarten gibt.

Tennis

Mit Ass und Volley ein Spiel gewinnen

Tennis ist ein Spiel für zwei (Einzel) oder vier (Doppel) Personen, das auf einem rechteckigen Spielfeld ausgetragen wird. Dieses Spielfeld, das insgesamt 23,77 Meter (78 Fuß) lang und 8,23 Meter (Einzel) sowie 10,97 Meter (Doppel) breit ist, besteht aus zwei Teilen, die durch ein 0,914 Meter (drei Fuß) hohes Netz getrennt werden. Das Spielfeld ist ein Sand- oder Rasenplatz (im Freien) oder ein Kunststoffgranulatplatz (in der Halle).

Die Tennisspieler stehen sich mit einem Tennisschläger gegenüber und spielen den Tennisball innerhalb der Grenzen des Spielfeldes hin und her. Dabei versucht jeder, den Ball so zu schlagen, dass der Gegner diesen nicht zurückschlagen kann und erhält somit einen Punkt. Gezählt werden gewonnene Punkte mit 15:0, 30:0, 40:0, schafft der aufschlagende Spieler den vierten Punkt, so hat er das Spiel gewonnen. Hält der Gegner dagegen, so kann sich ein Spielstand von 40:40 ergeben (Einstand), es werden dann weitere zwei Punkte zum Spielgewinn benötigt. Gewinnt ein Spieler das Aufschlagspiel des Gegners, so heißt das Break.

Hat ein Spieler sechs Spiele gewonnen und sein Gegner nicht mehr als vier, so hat er einen Satz gewonnen. Je nach Art des Turniers werden bei den Herren zwei oder drei Gewinnsätze in einem Match gespielt, bei den Damen zwei. Es gibt verschiedene Schlagarten wie Slice, Topspin, Ass, Longline, Volley oder Cross sowie Strategien wie Grundlinienspiel, Serve and Volley sowie Chip and Charge.

Badminton

Mit 15 Punkten einen Satz gewinnen

Badminton ist ein Ballspiel, das bezüglich der Utensilien dem Federball ähnelt, doch geht es hier darum Punkte zu machen, indem so gespielt, wird, dass der Gegner (Einzel) oder die Gegner (Doppel) den Ball nicht zurück schlagen kann/können. Es gibt ein abgegrenztes Spielfeld, das 13,40 Meter lang, 6,10 Meter breit und durch ein zirka 1,50 Meter hoch hängendes Netz getrennt ist.
Gespielt wird in zwei Gewinnsätzen. Sind 15 Punkte (Männer) oder 11 Punkte (Frauen) erreicht, ist der Satz gewonnen. Bei Gleichstand von 14:14 oder 10:10 wird um jeweils zwei Punkte verlängert. Bei Satzgleichstand muss ein dritter Satz gespielt werden. Begeht der Aufschlagende einen Fehler, so geht das Aufschlagsrecht bei gleich bleibenden Punktestand an den Gegner. Beim Doppel darf zunächst noch der Partner aufschlagen.

Beim Badminton darf der Ball nicht zweimal geschlagen werden, ferner darf dieser den Körper eines Spielers nicht berühren, letzterer wiederum darf das Netz nicht berühren, auch nicht mit dem Schläger. Es werden unterschiedliche Schlagtechniken angewendet. Grundsätzlich sollte nicht nur mit dem Unterarm, sondern mit dem ganzen Arm geschlagen werden. Das Schmettern eines Balle wird als Smaschen bezeichnet und bei einem Overhead-Clear wird der Ball so hoch wie möglich über den Kopf des Gegners geschlagen.
Beim Badminton gibt es in Deutschland Bundes- und Regionalligen sowie eine Nationalmannschaft. Ferner werden in dieser Sportart Weltmeisterschaften ausgetragen und Badminton ist auch bei den Olympischen Spielen zugelassen.

Hallenfußball

Hallenfußball wird nicht im Freien, sondern in Hallen praktiziert. Der Unterschied zum normalen Fußball besteht darin, dass die Bande mit ins Spielgeschehen eingebaut werden kann und das Spielfeld ist im Allgemeinen auch kleiner als beim normalen Feldfußball. Dadurch kommt es zu deutlich mehr Zweikämpfen und Torchancen. Das offizielle Hallenfußball nach FIFA Regeln nennt sich Futsal. Das Spielfeld ist in der Regel 20 mal 40 m groß. Der Strafstoßpunkt ist bei 3 m breiten Toren 7 m vom Tor entfernt und bei 5 m breiten Toren 9m. Eine Mannschaft besteht aus 12 Spielern, wobei nur 6 zusammen auf dem Spielfeld sein dürfen. Ein Torwart und 5 Feldspieler bestreiten das Spiel. Die Auswechslung von Spielern ist weniger kompliziert als beim gewöhnlichen Fußball. Fliegende Wechsel und Wiedereinwechslungen sind beim Hallenfußball möglich.

Auch beim Hallenfußball kann der Schiedsrichter Fehlverhalten der Spieler mit der Gelben Karte oder einem Feldverweis bestrafen. Die Spieler dürfen grundsätzlich auch nur mit speziellen Hallenschuhen spielen, damit für die gegnerische Mannschaft kein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht. Die Abseitsregel existiert im Hallenfußball nicht. In der Regel besteht ein Spiel aus zwei Halbzeiten, wobei eine Halbzeit 15 Minuten dauert. Nach jedem Spiel hat jede Mannschaft mindestens 15 Minuten Pause bevor sie ein neues Spiel bestreitet. Außerdem darf eine Mannschaft höchstens 180 Spielminuten an einem Turniertag absolvieren.

Tischtennis

Tischtennis gehört heute zu den weltweit bekanntesten und beliebtesten Ballsportarten. Der Grund dafür ist, dass zur Ausübung dieser auf schnelle Reaktion und hohe Konzentration beruhenden Sportart lediglich ein Tischtennistisch mit Netz, ein Ball und zwei Schläger benötigt werden. Das Ziel des Spiels ist es, im Verlauf so viele Punkte wie möglich zu erzielen. Der Ball wird über das Netz hin und her gespielt, dabei muss der Spieler das Feld der Tischtennisplatte seines Gegenübers treffen. Misslingt dieses, ist der Ballwechsel beendet und der Gegenspieler erhält einen Punkt.
Ganz besonders beliebt ist Tischtennis in China, wo diese Ballsportart ganz klar der Volkssport Nummer 1 ist. Wer nun aber annimmt, dass Tischtennis auch seinen Ursprung in China hat, der liegt leider falsch. In dem Zusammenhang gehen die Meinungen der Historiker leicht auseinander.

Eins ist auf jeden Fall sicher, nämlich die Tatsache, dass die Engländer die Erfinder des Tischtennis im 19. Jahrhunderts waren. Ob sie diese Sportart nun selbst erfanden oder aus Indien nach Europa exportierten, spielt dabei wohl eine eher untergeordnete Rolle. Sicher ist auf jeden Fall, dass sich das Tischtennis zunächst aus dem normalen Tennis entwickelte. Dabei ist es nicht verwunderlich, dass Tischtennis, wie auch das Tennis, zunächst nur dem englischen Adel vorbehalten war. Erst nach dem 1. Weltkrieg begann der unaufhaltsame Siegeszug dieser interessanten Ballsportart bis hin zum weltweit beliebten Massensport.