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Geräte zur Selbstüberwachung der Körperfunktionen

Ergometer

Unter einem Ergometer wird ein Sportgerät verstanden, mit welchem körperliche Anstrengung gemessen werden kann. Vordergründig wird das Ergometer im medizinischen Bereich genutzt, vor allem in der Leistungsphysiologie werden anhand des Gerätes die Ausdauer und die Gesundheit überprüft. In den letzten Jahren konnte jedoch auch eine Verbreitung innerhalb von Fitness und Freizeit beobachtet werden, Hintergrund sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten des Ergometers und dessen mögliche Verbindung mit einem Computer. So kann die Leistung permanent überwacht und im Anschluss über Auswertungen analysiert werden.

Die wohl am häufigsten genutzte Bauart des Ergometers, besteht in der Form eines Fahrrads. In Fitnessstudios werden überwiegend Spin-Fahrräder verwendet, welche durch eine knapp 20 Kilo schwere Scheibe angetrieben werden. Dieser Bestandteil erzeugt eine hohe Trägheit und vermittelt dadurch ein realistisches Fahrgefühl. Das Ergometer existiert bereits seit Anfang der 50er Jahre. Gemessen werden können viele unterschiedliche Körperfunktion wie der Puls und die erbrachte Trainingsleistung in Watt. Der primäre Unterschied zum Heimtrainer besteht darin, dass das Ergometer wesentlich mehr Daten misst und der Heimtrainer die Trainingsleistung nicht in Watt anzeigen muss. Beim Ergometer können die verschiedenen Widerstände manuell angepasst werden, dadurch können die körperlichen Belastungen bei verschiedenen Anstrengungen individuell gemessen werden. Diese Tests werden unter anderem auch bei Belastungstest genutzt, welche beispielsweise bei der Polizeibewerbung durchgeführt werden.

Personenwaage

Fast in jedem Haushalt gehört die Personenwaage zur Standardausrüstung.
Es gibt Personenwaagen in den verschiedenen Ausführungen zu kaufen, von ganz einfachen und preiswerten bis hin zu teuren Personenwaagen, mit denen auch der Fettgehalt des Körpers gemessen werden kann. Die im Handel angebotenen Personenwaagen wurden auch hinsichtlich ihrer Wiegegenauigkeit getestet und die Ergebnisse waren erstaunlich. Nicht die teuersten Waagen sind die Besten. Bei der Messgenauigkeit haben Personenwaagen der mittleren Preisklasse am besten abgeschnitten. Insbesondere bei der Messung des Körperfettes gab es Probleme, jede Waage zeigte für ein und dieselbe Person unterschiedliche Ergebnisse an.

In Zeiten des Diätenwahns ist für viele die Personenwaage das Nonplusultra. Wer gerade eine Diät macht, wiegt sich nicht nur täglich einmal, sondern steigt oft mehrmals täglich auf die Waage, um sein Gewicht zu kontrollieren. Wird die Personenwaage zur Gewichtskontrolle genutzt, ist es wichtig, sich immer nur auf dieser Waage und möglichst zur gleichen Tageszeit zu wiegen. Das Körpergewicht sollte dann auch in eine Tabelle eingetragen werden, um die Schwankungen genau festzuhalten.

Bei den Weight Watchers beginnt jedes Treffen erstmal mit dem Gang auf die Waage. Auch dort wird dann wöchentlich das Gewicht in eine Tabelle eingetragen und der Teilnehmer wird öffentlich gelobt, wenn er besonders viel abgenommen hat. Wer 10 Prozent seines Gewichts verliert, bekommt eine kleine Anerkennung. Das motiviert ungemein und fast jeder Teilnehmer ist bestrebt, von Woche zu Woche an Gewicht zu verlieren. Das wird natürlich zu Hause auch mehrmals täglich kontrolliert. Es soll allerdings auch Leute geben, die gehen niemals auf eine Waage, es sei denn, sie sind beim Arzt.

Blutdruckmessgerät

Die Überwachung des Blutdrucks eines Patienten gehört heute zum Standard bei jeder ärztlichen Behandlung und ist denkbar einfach. Eine Manschette wird am Oberarm, direkt über dem Ellenbogen, angelegt. Sie ist über einen Schlauch mit einer Art Gummiball verbunden, der zum Aufpumpen der Manschette benutzt wird. Ein anderer Schlauch ist mit dem Messgerät verbunden, welches die gemessenen Werte anzeigt. Da heute in der Regel digitale Geräte verwendet werden, ist die Messung leicht und sehr exakt, selbst medizinische Laien können sie problemlos durchführen.

Die nun erhältlichen Blutdruckmessgeräte sind ein enormer Fortschritt, wenn man bedenkt, wie anfänglich der Blutdruck gemessen wurde. Dies war damals eine eher blutige Angelegenheit, denn zur Messung wurde ein Stäbchen in eine Vene oder Arterie eingeführt. Neben Angst des Patienten und Schmerzen bei der Messung gab es in der Regel weitere Komplikationen, wie zum Beispiel häufige Infektionen an der Einstichstelle. Der Assistenzarzt Riva-Rocci entwickelte den Prototypen der heutigen Blutdruckmessgeräte. Ihm zu Ehren wird immer noch von RR gesprochen, wenn es um den Blutdruck geht.

Der russische Arzt Korotkow entwickelte diesen Prototypen weiter und verwendete als erster ein Stethoskop zur Messung. Nach ihm wurde das bei der Messung des Blutdrucks typische Geräusch genannt: Korotkow-Geräusch. Es entsteht dadurch, dass das Blut in der Vene oder Arterie durch das Anlegen und Aufpumpen der Manschette abgedrückt wird und nur wenig Blut durch das Öffnen eines Ventils am Gerät wieder fließen kann. Neben den üblichen Blutdruckmessgeräten gibt es inzwischen auch einfache Geräte, die zum Beispiel am Handgelenk angelegt werden. Die ermittelten Werte sind in der Regel allerdings nicht ganz so genau.